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Änderungen im Parteienbestand eines Aktionärbindungsvertrags

I. Ausgangslage

Um die Nachteile der fehlenden Treue- und Sorgfaltspflicht der Aktionäre gegenüber der Gesellschaft oder ihren Mitgesellschaftern ausgleichen bzw. um personalistische Elemente einführen zu können, schliessen die Gesellschafter einer Aktiengesellschaft Aktionärbindungsverträge (ABV) ab.1 ABV erlauben den Aktionären, sich zusätzlich zur gesetzlichen Liberierungspflicht2 weitere Pflichten aufzuerlegen,3 primär mit dem Ziel, die Willensbildung von Aktien- Aus der ZeitschriftZBJV 3/2018 | S. 163–207 Es folgt Seite № 165gesellschaften effektiver zu beeinflussen,4 aber auch um zur Stabilisierung der Machtverhältnisse beizutragen sowie zu Konzernierungszwecken.5 Um einen dauerhaften Einfluss auf die den ABV betreffende Aktiengesellschaft ausüben zu können, haben die Vertragsparteien ein grosses Interesse daran, die Stimmrecht vermittelnden Aktien im ABV eingebunden zu behalten.6 Konkret sollen vom…

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