From the magazine ZBJV 6/2014 | S. 535-554 The following page is 535

Aus der Rechtsprechung des Kantonsgerichts des Kantons Wallis

Ehevertrag; Anfechtung wegen veränderter Verhältnisse, Übervorteilung (Art. 21 OR), Irrtums (Art. 23 ff. OR), absichtlicher Täuschung (Art. 28 OR) oder Furchterregung (Art. 29 f. OR); Verschweigung relevanter Tatsachen zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen als absichtliche Täuschung (Leitsätze der Redaktion).

Aus den Erwägungen

2.1 Die Prozessparteien haben 1991 geheiratet. Im Jahre 2000 erkrankte die Ehefrau an Krebs. Am 23. April 2003 schlossen die Eheleute einen öffentlich beurkundeten Ehevertrag ab und vereinbarten den Wechsel vom gesetzlichen Güterstand der Errungenschaftsbeteiligung zum vertraglichen Güterstand der Gütertrennung; dabei übernahm der Ehemann nebst verschiedenen Verpflichtungen gegenüber seiner Ehefrau sein Aktienpaket von 50% an einer Familien-AG sowie sämtliche Aktien zweier weiterer Aktiengesellschaften A. und B., die Gattin übernahm das auf ihrem Boden gebaute Mehrfamilienhaus samt Mobiliar und …

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