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Aus der Rechtsprechung des Handelsgerichts des Kantons Bern

1. Sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts, objektive Klagehäufung und Streitwertberechnung

(Handelsgericht Bern, Urteil vom 23. Juni 2014, HG BE 13 98)

Mehrere Forderungen gegen dasselbe Unternehmen von unter CHF 30000.–, die einzeln betrachtet im vereinfachten Verfahren vom Regionalgericht zu beurteilen wären, können (auch ohne Konnexität) objektiv gehäuft im ordentlichen Verfahren vor Handelsgericht geltend gemacht werden, wenn der Gesamtstreitwert CHF 30000.– erreicht und nicht für einzelne Ansprüche aufgrund ihres Gegenstands das vereinfachte Verfahren anwendbar ist.

2. Gegendarstellung und vorsorgliche Massnahmen in einem Gesuch

(Handelsgericht Bern, Urteil vom 13. Februar 2015, HG BE 15 10)

Zulässigkeit der objektiven Klagehäufung verschiedener, aber allesamt im summarischen Verfahren zu behandelnder Prozesstypen gemäss Art. 248 ZPO trotz unterschiedlichem Beweismass.

Sachverhalt:

Die Gesuchstellerin, ein Industrieunternehmen,…

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